next up previous contents
Next: 5.4.1 Maskentraditionen und Geheimbünde Up: 5. Regionalgebiet Afrika: ,,Der Previous: 5.3 Initiationszeremonien

5.4 Charakteristische Institutionen

Der traditionellen Erziehung von Mädchen wird in den folgenden Abschnitten besondere Aufmerksamkeit geschenkt und dabei auf einzelne Bevölkerungsgruppen innerhalb des matrilinearen Gürtels im südlichen Afrika näher eingegangen: (1) Maskentraditionen und Geheimbünde; (2) die Nachfolgebevölkerung des alten Maravi-Chiefdoms im südlichen Malawi, mit bevorzugter Uxorilokalität; (3) die zur Lundabevölkerung zählenden -Luvale, mit Matrilinearität verbunden mit Virilokalität; (4) die Zigua und Ngulu Ost-Tansanias - Übergang zur patrilinearen Deszendenz und (5) die Bemba, ohne Maskentraditionen, aber mit matrilinearer Deszendenz und zumindest bis 1934 vorwiegend uxorilokaler Residenz.

Allen Gesellschaften der Welt ist gemeinsam, daß es bestimmte Zeremonien für den Übergang von einem zum anderen Gesellschaftszustand gibt (meist religiöse Zeremonien z.B. bei Geburt, Heirat und Tod eines Individuums). In traditionellen Gesellschaften wird diesen Übergangsphasen aber wesentlich größere Bedeutung geschenkt. Wie wir noch sehen werden, sind in der besprochenen Region die weiblichen Initiationsriten hoch organisiert.



 

Isabella Andrej
1999-03-04