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5.2.1.4 Lunda-Bevölkerung

Am erfolgreichsten im politischen Verhalten war die Lunda-Bevölkerung. Die Oraltraditionen berichten über drei Lineages (1. yala mwaku, 2. junior kinguri Lineage, 3. lueji), die in einem Konfliktverhältnis zueinander standen und jede versuchte die Obermacht zu gewinnen. Die Rivalitäten dürften über einen längeren Zeitraum bestanden und erst im 14. oder 15. Jahrhundert durch äußere Einflüsse zu einem politischen Gleichgewicht geführt haben. Eine Lineage, sie berief sich auf einen ,,großen Jäger``, der Chibinda Ilunga genannt wurde und einen fiktiven Helden darstellte, übernahm die Vorherrschaft. Die Oraltraditionen berichten über die Idee, die mit dem Jäger Chibinda Ilunga personifiziert wird, daß sie in enger Verbindung mit der Luba-Bevölkerung stand. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, daß die Lunda- und Luba-Bevölkerung ähnlich politisch organisiert waren und später eine mächtige Gemeinschaft bildeten, die auf Allianzen zwischen einem zentralisierten fremden Chief und einer unabhängigen Lunda-Lineage, die einen alten Lineage-Titel besaß, beruhte.5.35



Isabella Andrej
1999-03-04