next up previous contents
Next: 5.2.1.4 Lunda-Bevölkerung Up: 5.2.1 Die Entstehungsgeschichte einzelner Previous: 5.2.1.2 Religiöse Gemeinsamkeiten

5.2.1.3 Angola und die Kimbundu-Bevölkerung

Die Kenntnisse der Geschichte Angolas und des westlichen Zentralafrika beruhen auf Untersuchungen der Oraltraditionen der kimbundu-sprechenden Bevölkerung. Es wird angenommen, daß die Geschichte der Kimbundu-Bevölkerung zu Beginn unseres Jahrtausends ähnlich verlaufen ist, wie diejenige der ,,Späten-Eisenzeit``-Bevölkerung der Buschlandsavannen. Die zentralen Kimbundu, die auch als Ndongo bekannt sind, waren von zwei weiteren Kimbundu-Bevölkerungsgruppen umgeben: im Nordosten von den Pende und im Süden von den Libolo. Es wird angenommen, daß diese drei Kimbundu-Gruppen abwechselnd dominierten. Die frühe Kimbundu-Bevölkerung lebte in kleinen Dörfern, die von männlichen Mitgliedern einzelner Verwandtschaftsgruppen kontrolliert wurden. Eine politische Konsolidierung begann über die entscheidende Funktion der Wettergötter, die als malungu Figuren dargestellt wurden. Ein weiterer Kult entstand in Verbindung mit dem Eisen und wurde ngola genannt. In den Oraltraditionen finden sich Berichte über neue ngola-Chiefs, die vermutlich aus Samba-Migranten hervorgingen und deren militärische Überlegenheit auf ihre Waffen - Kampfäxte und Pfeilspitzen aus Eisen - zurückzuführen ist.5.34



Isabella Andrej
1999-03-04