next up previous contents
Next: 4.3.4 Politische Organisation und Up: 4.3 Die Konföderation der Previous: 4.3.2 Wirtschaftliche Tätigkeiten im

4.3.3 Religiöser Bereich

Nach Morgan kann kaum behauptet werden, daß irgendeine Indianer-Gens besondere religiöse Feierlichkeiten besaß, doch hätten ihre religiösen Verehrungen einen Zusammenhang mit den Gentes, da die höchste polytheistische Form der Religion in der Gens entstanden sei und innerhalb der Gens weitervererbt werde. Bei den Irokesen soll es jährlich sechs religiöse Feste gegeben haben: das Ahorn-, Saat-, Beeren-, Grünkorn-, Ernte- und Neujahrsfest.4.132

Im religiösen Bereich gab es ebenso viele Frauen als Männer, die als ,,Hüter des Glaubens`` (keepers of the faith), auf Lebenszeit eingesetzt waren. In den religiösen Zeremonien wurden vor allem ,,weibliche`` Tätigkeiten gefeiert: z.B. der Jahreszyklus, meist als Danksagung für die Fruchtbarkeit der Erde, die sie als ,,Unsere Mutter`` und ,,Unsere Stütze`` bezeichneten. In diesem Zusammenhang standen auch die ,,Drei Schwestern`` - Mais, Bohnen und Kürbisse -, die der Boden ihnen schenkte. Hingegen gibt es keinen Hinweis auf Feste, die für erfolgreiche Jagdzüge oder siegreiche Kriege veranstaltet wurden, die aber nach Randle wahrscheinlich in der Vergangenheit existiert haben. ,,Ein guter Versorger mit Fleisch galt als der beste Ehemann``, daraus ergab sich der einzige Vorteil, den ein erfolgreicher Jäger oder Krieger als Individuum hatte: er besaß ein höheres Prestige und hatte das Vorrecht auf mehrere Ehefrauen.4.133


next up previous contents
Next: 4.3.4 Politische Organisation und Up: 4.3 Die Konföderation der Previous: 4.3.2 Wirtschaftliche Tätigkeiten im
Isabella Andrej
1999-03-04